Weinlese 2026: Das richtige Timing entscheidet

Weinlese 2026: Das richtige Timing entscheidet

Die Weinlese 2026 stellt uns vor besondere Herausforderungen. Der heiße Sommer hat die Reife unserer Trauben deutlich vorangetrieben: Der Zuckergehalt ist bereits sehr hoch, gleichzeitig geht die Säure zunehmend zurück. Für uns bedeutet das, den richtigen Zeitpunkt für die Lese genau im Blick zu behalten.

Für ein ausgewogenes Lesegut muss das Verhältnis von Zucker und Säure stimmen. Wenn wir zu lange warten, steigt der Zuckergehalt weiter an, während die Säure immer stärker abnimmt. Deshalb heißt es in diesem Jahr: zügig ernten und den optimalen Zeitpunkt nicht verpassen. Wir beobachten die Entwicklung in unseren Weinbergen sehr genau und entscheiden je nach Rebsorte und Lage, wann die Trauben gelesen werden.

Zusätzlichen Zeitdruck bringt das Wetter. Der von der Trockenheit geprägte Rebstock nimmt den derzeitigen Regen schnell auf.  Das könnte dazu führen, dass die Beeren aufplatzen. Durch die beschädigte Beerenhaut steigt das Risiko für Fäulnis, was die Qualität des Leseguts beeinträchtigen kann.

Für uns heißt die Weinlese 2026 deshalb vor allem: aufmerksam bleiben, regelmäßig kontrollieren und flexibel reagieren. Das Zusammenspiel aus Zucker, Säure und Wetter macht das richtige Timing in diesem Jahr besonders entscheidend. Denn am Ende wollen wir Trauben mit einem ausgewogenen Verhältnis und bestmöglichen Voraussetzungen für einen guten Jahrgang in den Keller bringen.

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